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Was auf Deutschlands Speisekarten steht, weiß bisher niemand genau

Niemand in Deutschland weiß genau, was gerade auf tausenden von Speisekarten des Landes steht. Die Daten existieren, aber sie liegen verstreut in PDFs, Bilddateien und Webseiten und die Karten sind teils sehr unterschiedlich strukturiert. Also haben wir ein KI-System gebaut, das uns jeden Monat einen aktuellen Einblick in die kulinarische Landschaft Deutschlands gibt.

Das Ergebnis ist der KAIKI Speisekarten Analyzer, der einen monatlich aktualisierten, strukturierten Stand der deutschen Gastronomie bietet: über 25.000 Restaurants mit rund 2,1 Millionen Gerichten und Getränken.

Warum es bisher kein Gesamtbild der deutschen Speisekarten gab

Eine Speisekarte ist für einen Computer ein Albtraum. Das eine Lokal hängt ein abfotografiertes Blatt online, das nächste ein PDF, das dritte eine Webseite, die so schwer lädt, dass die Karte erst nach Sekunden erscheint. Keine zwei sind gleich aufgebaut. Es gibt keine zentrale Stelle, die das sammelt, und schon gar keine, die es aktuell hält.

Deshalb reden viele über Gastronomie-Trends, aber kaum jemand kann sie belegen. Gibt es tatsächlich einen Zuwachs an veganen Gerichten? Was kostet ein Schnitzel im Durchschnitt, und wo (in welcher Stadt, in welchem Bundesland) am meisten? Wie schnell steigen die Preise für bestimmte Getränke (Wein, Bier, Säfte u.a.) oder Gerichte? Solche Fragen beantwortet man bisher mit Bauchgefühl oder mit einer Handvoll Beispielen. Die Antwort steckt in den Speisekarten selbst, man muss sie nur lesbar machen.

Wie eine KI jeden Monat Deutschlands Speisekarten liest

Der Ablauf ist in jedem Monat derselbe. Zuerst werden die Restaurants gefunden, dafür nutzen wir die offenen Geodaten von OpenStreetMap. Dann liest ein Sprachmodell ihre Speisekarten und übersetzt das Chaos aus PDF, Bild und HTML in saubere Zeilen: welches Gericht, welcher Preis, welche Küche, vegetarisch oder vegan, welche Kategorie.

Was daraus entsteht, ist eine strukturierte Datenbank statt tausender Einzelseiten. Und weil das jeden Monat neu läuft, wächst daraus eine Zeitreihe.

Was in den Daten steckt

Der Stand von Mai 2026: über 25.000 Restaurants mit aktuellen Menüdaten, im Schnitt rund 84 Gerichte und Getränke pro Karte. Allein in diesem Monat sind das mehr als zwei Millionen Einträge, darunter 778.000 verschiedene Gerichte und Getränke. Seit 2024 sind über zwölf Millionen einzelne Preis-Datenpunkte zusammengekommen.

Wichtiger als die schiere Menge ist die Verlässlichkeit. Es sind Monat für Monat dieselben Betriebe, nicht jeden Monat eine andere Stichprobe. Genau deshalb sind Verläufe belastbar: Wenn ein Preis steigt oder vegan zunimmt, ist das eine echte Bewegung und kein Messfehler.

Die öffentlichen Dashboards zeigen grobe Übersichten. In den Daten steckt aber mehr, als ein Dashboard zeigen kann. Genau dort setzen unsere zukünftigen Blogposts an: tiefer gehende Analysen, die über die groben Kennzahlen hinausgehen, etwa zur Preisgestaltung oder zu regionalen Unterschieden. Solche Auswertungen folgen in den nächsten Beiträgen.

Häufige Fragen

Woher kommen die Daten?

Aus öffentlich zugänglichen Speisekarten. Wer per robots.txt widerspricht, wird nicht erfasst.

Wie aktuell sind die Zahlen?

Sie werden monatlich neu erhoben. Der hier genannte Stand ist Mai 2026, und mit jedem Lauf kommt ein frischer Monat dazu.

Kann ich die Daten selbst ansehen?

Ja. Die Dashboards sind öffentlich auf analytics.kaiki.ai einsehbar. Wer mit den Daten arbeiten will oder tiefergehende Analysen und Auswertungen wünscht, findet auf der Seite zum KAIKI Speisekarten Analyzer die Möglichkeit, sich mit uns in Kontakt zu setzen.